HITLER VS. KIERKEGAARD
DIE FALSCHE MORAL EINER ÄSTHETISIERTEN ETHIK (11.2016)

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"Es ist [...] ganz müßig, darüber zu streiten, was von größerer Bedeutung ist, Menschheitsideale und Menschheitsziele aufzustellen oder sie zu verwirklichen. Es geht hier wie so oft im Leben: das eine wäre vollkommen sinnlos ohne das andere. Die schönste theoretische Einsicht bleibt ohne Zweck und Wert, wenn nicht der Führer die Massen zu ihr hin in Bewegung setzt." [Hitler, Mein Kampf, S. 651]
       Auch Sören Kierkegaard gibt in seinem Tagebuch des Verführers einen Hinweis auf das Verhältnis zwischen schönen Ideen und tätigem Leben. Allerdings geben ihm diese beiden Räume keinen Anlass dazu, das Eine im Anderen auflösen zu wollen. Stattdessen ist es die Unvereinbarkeit von Ästhetik und Ethik, die dem Erzählstoff Kierkegaards eine unerschöpfliche Spannkraft verleiht.

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